Easy – Immer für eine Überraschung gut

Easy - Irish Wolfhound Hündin im freien Lauf

Easy nimmt das Leben leicht.

Fair Erin’s Ecstasy

*30.03.2017
Pedigree

Diesen Welpen zu mir zu nehmen, war alles andere als eine Vernunftentscheidung. Vielleicht haben uns zwei die Schwierigkeiten der ersten gemeinsamen Monate so aneinander geschweißt, vielleicht ist sie ganz einfach der Hund, den das Universum für mich vorgesehen hat und Punkt. Jedenfalls hat sie in mir in den ersten gemeinsamen Monaten schon so viel Adrenalin hochschiessen lassen, wie die anderen Wolfhounds in ihrem ganzen Leben nicht. „Ich hab keine Nerven für einen Greyhound.“ – das ist ein Standardspruch von mir. Easy trainiert sie gewissenhaft. Bisheriges Highlight im negativen Sinne waren sicher die 4 Nächte, die sie im Wald verbrachte, nachdem sie aus ungeklärten Gründen in Panik geriet, sich aus dem Halsband wand und in Höchstgeschwindigkeit über das Dürnsteiner Kopfsteinpflaster davon rannte. Sie kam von alleine nach Hause, nachdem die von dem höllischen Sprint aufgewetzten Ballen halbwegs verheilt waren.

Sie war von Anfang an ein willensstarker Hund und fallweise reiben wir uns deshalb aneinander. Auch ich kann ein Sturschädel sein. Wenn wir uns einig sind, ist sie anschmiegsam und leichtführig. Verlässlich abrufbar und in sich ruhend. So erwachsen sie auftreten kann, so sehr ist sie immer noch ein Riesenbaby und wenn sie mit ihrem Lieblingsteddy im Maul vor meinem Schreibtisch steht, den Kopf leicht schief legt und mir einen spielerischen Blick schenkt, ist Bildschirmpause angesagt: Wir rangeln um den Teddy und wenn ich ihn endlich freigebe, trägt sie ihn stolz weg zu ihrem Lieblingsplatz.

Sie war von Anfang an „anders“ als ihre Geschwister. Ich gestehe, als ich sie mit knapp 3 Wochen das erstemal sah, empfand ich sie als hässlich. Ich schielte auf die schwarze Schwester, doch waren wir einander gleichgültig. Vom „hässlichen Entlein“ konnte ich schon bald die Augen nicht mehr lassen. Und sie kam auf mich zu, sobald ich in die Hocke ging um die Welpen zu betrachten. Deshalb habe ich auch kaum Fotos von ihr, sondern fast nur Fotos von ihren Geschwistern. Ich kann die Verbundenheit, die ich mit diesem Hund verspüre, noch immer nicht beschreiben. Sie klebt nicht an mir, wie Élaine es tut. Bei den Spaziergängen ist ihr Radius deutlich größer als der von Élaine. Sie scheint aber jede Sekunde zu wissen, wo ich bin. Und ich kann ihr die Freiheit geben, weil ich weiß, dass sie immer zu mir zurück kommt.

Hatte ich bei Lilly und Élaine von Beginn an große Pläne und Ziele, lasse ich bei Easy alles auf mich zukommen. Ich habe gelernt, dass meine Hunde ihre eigenen Pläne haben, die nicht immer mit meinen kompatibel sind. Also warte ich einfach gespannt darauf, was ich mit diesem Hund erleben darf. Welchen Weg wir gerade gehen, entscheiden wir sehr spontan aus dem Bauch heraus. Damit sind wir bis jetzt gut gefahren, also bleiben wir dabei.

Kommentare sind geschlossen.