Running Gag’s Enya

* 21. 4. 2001, † 2. 10. 2009, M: Aira von Jirzdenu, V: Tschip Tschap

Oder: Wie alles begann. Denn, als wir Enya zu uns nahmen, wollte ich eigentlich “nur” einen Irish Wolfhound. Und die Gelegenheit, die sich 2001 beim Heurigen bot, war zu verlockend, um nein zu sagen.

Wozu Papiere?

Damals hatte ich keine Idee, wozu “Papiere” gut sein sollten. Ein Irish Wolfhound ist ein Irish Wolfhound und basta. Erst später begriff ich, dass Zucht mehr ist, als zwei Hunde der gleichen Rasse eben mal Welpen machen lassen. Und wie es häufig passiert, werden aus “Bekehrten” sehr oft besonders zielstrebige Personen.

Ich weiss jetzt, was ich an Enya (Inzesthund, Vater von Enya´s Vater völlig unbekannt) habe und dass dieser Hund mein bester Hund sein darf, ohne “in Welpen weiterleben zu müssen”. Enya ist und bleibt einmalig. Deshalb darf sie als erster Hund und Zwingermaskottchen Running Gag´s Enya heissen.

Enya als Richtwert

Einige Eigenschaften von Enya prägen mich grundlegend, legen für mich fest, wie ein Irish Wolfhound zu sein hat. Es sind nicht so sehr die Äusserlichkeiten – nach Meinung vieler Windhundmenschen (inklusive mir selbst) wäre Enya wohl eine solide SG-Hündin. Nur ein Ohr ist ein Rosenohr, die Vorhand ist steil und die Vorbrust fällt bescheiden aus, die Brust ist eher schmal. Das Fell ist an manchen stellen wenig rauh, es gibt da einen Woolie-Vererber in der Ahnenreihe.

Aber: Enya bewegt sich auch jetzt (d.h. mit 6,5 Jahren) noch locker, leicht und flüssig. Ich geniesse es wirklich jeden Tag, sie locker vor mir traben zu sehen. Ich hab jüngere Hunde sich stocksteif bewegen sehen … Enya ist immer noch zu Spässen aufgelegt und lässt sich zu Laufspielen mit der wesentlich schnelleren und wendigeren Gefährtin Viola hinreissen und auchauf der Rennbahn zeigt Enya regelmässig, dass sie ein Windhund ist. Ein Hund, der zur Hetzjagd gezüchtet wurde.

Ich gehöre zu jenen Menschen, die den Irish Wolfhound zurecht in der FCI Klasse X (Windhunde) sehen und nicht als Irrläufer aus der Gruppe II (u. a. Molosser). Ich möchte Irish Wolfhounds sehen, die mehr können, als dekorativ am Sofa zu sitzen und ein schönes Standbild abzugeben.

Der FCI-Standard schreibt Mindestgrössen (71cm Hündinnen, 79cm Rüden) und -gewicht (40,5kg Hündinnen, 54,5kg Rüden) vor, aber leider kein Limit nach oben. Der originale Standard (1885) strebt ein Stabilisieren der Widerristhöhe bei Rüden auf 81 – 86cm an. Der KC Breed Standard (1986) gibt die selbe Rüdengrösse als anzustrebendes Mass an. Man braucht kein Massband und muss nicht um cm feilschen um zu erkennen – die Masse der Hunde schiesst über dieses Mass hinaus.

Ich bin überzeugt davon, dass Enya auch deshalb so fit und bewegungsfreudig ist, weil sie relativ klein und relativ leicht ist. (79cm, ca. 50kg – also eigentlich das untere Limit für einen Rüden;)

Auch im Wesen ist Enya für mich prägend. Sie ist selbstsicher, freundlich, souverän im Umgang mit anderen Hunden und ebenso freundlich zu Menschen. Manchesmal ist sie wahrscheinlich sogar ein bisschen aufdringlich. Zumindest für Menschen, die nicht so innig mit Irish Wolfhounds schmusen wollen. 😉 Enya ist immer für einen Scherz gut und bringt uns regelmässig zum Lachen. Es ist zu einem guten Teil ihrer Art zu verdanken, dass wir uns den ZwingernamenRunning Gag schützen liessen. Enya läuft, Enya hat und verbreitet Spass. Sie ist unser Running Gag.

Ich fasse zusammen: Enya ist für mich der Richtwert in Sachen Gesundheit, Wesen, Bewegungsfreude, Beweglichkeit und Format.

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