Allgemeines zur Rasse
Ob der Irische Wolfshund einer der ältesten Windhunde oder gar Hunde ist, oder in Wahrheit erst vor etwas mehr als 100 Jahren (neu) erfunden wurde, ist Ansichts- und Definitionssache. Schon die Kelten sollen sehr grosse, rauhaarige Hunde gehabt haben und manche Quellen sprechen von Wolfshunden, die im alten Rom in der Arena gekämpft haben.Ursprung:
Bran und Breena (Cnoc Greina)Captain George Graham (1833 - 1909) gilt allgemein als der Retter des Irish Wolfhound, obwohl sich bereits vor ihm immer wieder Menschen um die Rasse bemühten. Graham begann in Indien rauhhaarige Greyhounds zu sammeln, die Bemühungen führten aber noch nicht zum gewünschten Erfolg. Nach seiner Rückkehr nach Irland (1862) bemühte er sich weiter um den Neuaufbau der Rasse. Er führte ein Zuchtbuch. IW1 wurde Faust, ein sehr kraftvoller, rauhhariger, roter Rüde, 29,5 ins (75cm) groß und 115lbs (51kg) schwer. Da es unmöglich schien, ausreichend Irish Wolfhounds zu finden, kreuzte er Scottish Deerhounds, aber auch Russische Wolfhounds Barsoi ein.
Rassestandards gibt es erst in der neueren Zeit (seit ende 19. Jhdt.), dementsprechend "untypisch" mögen alte Bilder vom Irish Wolfhound auf uns wirken.
Wesen/Verhalten:
Shana (Sagittarius) und Mo (Cnoc Greina) lieben es zu baden, egal, bei welchen Temperaturen.Wie alle Windhunde ist auch der Irische Wolfshund ein familienbezogener Hund, der in Haus oder Wohnung mit Familienanschluss gehalten werden soll. Er sollte auch nicht täglich mehrere Stunden alleine bleiben müssen. Trotz seiner Grösse kann er problemlos ins Büro mitgebracht werden und bleibt ruhig, wenn er nur in der Nähe seiner Bezugsperson bleiben darf.
Haltung:
Wichtiger als stundenlange Spaziergänge ist, dass er sich nach Windhundart auspowern kann. Entweder im Spiel mit anderen Windhunden oder bei Coursing und auf der Rennbahn. Auch Reitbegleitung ist möglich. Doch sollte man unbedingt abwarten, bis der Hund ausgewachsen ist, sich die Knochen verfestigt haben und die Gelenke belastet werden können. Ein so grosser Hund braucht entsprechend länger, bis er "fertig" ist.Typen:
Es gibt Zuchtlinien, die sich am "Showtyp" orientieren, bei dem Grösse und Masse im Vordergrund steht. Hier gibt es oft die Empfehlung, den Welpen bloss nicht zu viel zu bewegen. Linien, die sich eher am "Leistungstyp" orientieren, empfehlen durchaus auch im Welpenalter Bewegung. Bewegung heisst, spielen mit anderen Hunden, kleine Spaziergänge nach Möglichkeit ohne Leine. Wichtig ist, den Hund zu beobachten, da oft der Kopf noch spielen will, der Körper jedoch bereits müde ist. Dann den Welpen beruhigen und aus dem Spiel nehmen. Hunde des "Leistungstyps" sind durchaus auch auf Rennbahnen und bei Coursings zu finden und haben Spass an der Bewegung.Erziehung:
Sozialisierung:
Wie bei allen anderen Hunden auch: Was der Welpe lernt, ist besonders gut eingeprägt. Im guten, wie im schlechten. Zeigen sie ihrem IWH-Welpen ruhig möglichst viel. Menschenansammlungen, Autofahren, verschiedene Bodenbeläge, Geräusche und - wichtig - verschiedene Hunderassen! Trotz der grösse lernen IWH im allgemeinen sehr rasch, auch mit kleineren Hunden umzugehen und sie sind in ihren Spielen sehr anpassungsfähig.Bevor Sie einen IWH zu sich nehmen:
Enya ruht sich aus.