Coursingtraining – was ich mache.

Drei Jahre nach => diesem Beitrag ist es an der Zeit, eine Fortsetzung zu schreiben. Enya ist bis zu ihrem achten Geburtstag ihre „Pensionistenläufe“ gelaufen und bis wenige Tage vor Ihrem Tod bis zu einer Stunde spazieren gegangen. Lilly ist inzwischen internationaler Coursingchampion mit einem guten Dutzend Bewerben wovon sie etwa die Hälfte gewonnen hat.

Wieviele Bewerbe?

Ich stehe nach wie vor dazu, dass 6 bis 8 Bewerbe/Jahr mehr als ausreichend sind, zumindest für eine Hündin, die dem Hormonzyklus unterliegt. Eine Unterdrückung der Läufigkeit kommt für uns genausowenig in Frage wie ein Start in untrainiertem Zustand oder Starts bei jedem nur irgendwie erreichbaren Coursing. Im Winter werden witterungsbedingt weniger Veranstaltungen angeboten. Somit reduziert sich das für uns interessante Angebot ganz automatisch.

Welche Bewerbe?

Böse Zungen behaupten, wir würden Veranstaltungen nur anfahren, wenn es was zu holen gäbe. Nun, es freut mich, wenn wir zur Unterhaltung des Volkes beitragen können … Ein kurzer Blick in die => Erfolgeliste straft dieses Gerede ohnehin Lügen.

Welche Bewerbe interessieren uns nun also wirklich? Ich habe festgestellt, dass Lilly herausfordernde und lange Parcours „braucht“, da kann sie sich wirklich auspowern. 600m im Kreis müssen nicht sein, da könnten wir ja auch auf der Rennbahn unsere Kreise ziehen. Lange Parcours (Kralupy/CZ) mit Hindernissen (Kralupy/CZ) oder Steigungen (Spitzerberg/AT, Galtür/AT) hingegen können Lilly gut fordern. Und solange sie in der körperlichen Verfassung ist, wie bisher, suchen wir genau solche Parcours.

Warum keine Trainingsveranstaltungen?

Trainingsveranstaltungen überlassen wir gerne jenen, die keinen eigenen Hasenzug haben und/oder Kontakt zu externen Ratgebern suchen. Gerne trainieren wir mit Hunden von FreundInnen privat, aber dazu benötigen wir keine Vereinskapazitäten. Dazu kommt, dass Lilly oft genug bei internationalen Veranstaltungen Hasenzieher überfordert hat (siehe Video). Dem erhöhten Verletzungsrisiko durch zu langsam gezogene „Hasen“ muss ich sie wirklich nicht aussetzen. Sie für solche Trainings auch noch stundenlang im Auto sitzen lassen, muss auch nicht sein.

Wie wir Coursingtraining betreiben

Unser Coursingtraining besteht aus regelmässigen Joggingeinheiten 1-3x die Woche im Umfang zwischen einer und eineinhalb Stunden. Das ganze bei uns vor der Haustür in hügeligem Gelände mit ausreichend Höhenmetern. Das gibt Lilly ihre gute Ausdauer und dank der entsprechenden Bemuskelung auch die körperliche Stabilität, die sie Stürze locker wegstecken lässt.

Routinemässig bekommt Lilly osteopathische Behandlungen um ihre Wirbelsäule sanft zurechtzurücken. Wenn sich doch einmal mehr verschoben hat (Lilly schont sich im Freilauf nicht besonders), sind auch mal zwei oder drei Sitzungen in Serie möglich. Ob etwas im Ungleichgewicht ist, kann man mit geübtem Auge an Lilly’s Gangwerk ablesen.

Sprinttrainings erübrigen sich zur Zeit, da Lilly im Freilauf mit Jamaica oft genug um die Wette läuft. Sollten wir doch mal den Eindruck haben, dass zusätzliche Sprinteinheiten angebracht wären, haben wir unseren eigenen Hasenzug und eine hübsche Bergstrecke.

Besonderes Augenmerk gilt den Pfoten, genauer gesagt den Krallen. Die werden im Zweiwochenrythmus kurz geschliffen und dabei immer auch die Ballen und Zehenzwischenräume routinemässig gecheckt. Dass Lilly nicht fett gefüttert wird, versteht sich von selbst. Sie wiegt abtrainiert 48kg und gut auftrainiert um die 50kg. Dass wir im Showring damit kein Aufsehen erregen kostet uns ein mildes Lächeln.

Mehr?

Ich besitze einen elektrischen Hasenzug mit ca. 500m Schnur. Wer an Trainingstreffen interessiert ist, schickt mir einfach eine E-Mail.

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